Kompetenzzentrum für Implantologie

Was ist das? +

Farbige rasterelektronenmikroskopische Aufnahme eines Implantats aus Titan. Bei komplettem Zahnverlust können schraubenartige Implantate in den Kiefer gesetzt. Sie bestehen aus Titan (Bild) oder aus Keramik. Diese Schrauben haben eine speziell beschichtete, raue Oberfläche, die das Einwachsen begünstigt. Darauf wird ein keramischer Ersatzzahn gesetzt, der vom originalen Zahn kaum zu unterscheiden ist.

PraxisZentrum Büdingen – Ihr Kompetenzzentrum für Implantologie

Implantate sind aus der heutigen Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken. Sie kommen dem natürlichen, gesunden Zahn am nächsten und bieten eine komfortable, ästhetische und langlebige Option zu konventionellem Zahnersatz. Die Technologie ist seit 40 Jahren erprobt und wird durch neue Materialien, Technologien und Operationsverfahren immer weiter verbessert. 

In unserem Zentrum stehen wir Ihnen mit dem gesamten Spektrum der dentalen Implantologie zur Verfügung. Dazu zählen u.a. die digital gestützte 3D-Diagnostik, 3D-Planung und 3D-navigierte Implantation mittels 3D-gefertigter Bohrschablonen, chirurgische Verfahren wie Sofortimplantationen sowie Knochen- und Weichgewebeaugmentation.

Unser Schwerpunkt ist die Versorgung hochkomplexer implantologischer Situationen, in denen Knochen und Zahnfleisch bereits stark degeneriert sind. Konsequent setzen wir dabei auf den Einsatz körpereigener Substanzen. In vielen Fälle können wir unseren Patientinnen und Patienten eine schonende Alternative zur Behandlung im Krankenhaus anbieten.

Auch während der Einheilphase bieten wir Ihnen einen hohen Komfort. Mit Technologien wie dem Intraoralscan, kombiniert mit 3D-Druck oder dem 3D-Fräsverfahren können wir selbst in komplexen rekonstruktiven implantologischen Situationen die Wartezeit mit einem schaukelfreien, ästhetisch schönen Provisorium überbrücken.

Die technische Ausstattung und die Anwendung innovativer Verfahren positionieren unser Zentrum auf dem aktuellen Stand von Medizin und Technik in der Implantologie. Bei der Anwendung implantologischer Verfahren orientieren wir uns konsequent am aktuellen Stand der Wissenschaft. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter durch regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen und Hospitationen bei Spezialisten aus unserem Expertennetzwerk. Unser oberstes Ziel ist es, Ihnen jederzeit die bestmögliche Behandlung anzubieten.

 

FAQ

Was ist ein Zahnimplantat?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die als Träger von Zahnersatz im Kieferknochen verankert werden. Sie bestehen aus dem Implantatkörper, eine „High-Tech-Schraube“, die mit einem Gewinde versehen ist und dauerhaft im Kieferknochen einheilt. Darauf wird ein sogenanntes Abutment gesetzt, ein Stützpfeiler, der aus dem Zahnfleisch hervortritt. Das Abutment trägt den nach außen sichtbaren Teil des Zahnersatzes – eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese.

Woraus besteht ein Zahnimplantat?

Implantate müssen einiges aushalten. Mit einer Beißkraft von 80 kg/cm² übertrifft der Mensch sogar den Wolf, der nur mit 60 kg/cm² zubeißen kann.

Titan ist ein Metall, das diesen Anforderungen standhält. Das Element, mit der Bezeichnung Ti an 22. Stelle des Periodensystems, ist das meistverwendete Material in der Zahnimplantologie. Titan hat sich über Jahre bewährt: Es ist langlebig, äußerst stabil und wird von den meisten Patienten gut vertragen. Es heilt sehr gut ein und verwächst absolut fest mit dem Knochen (Osseointegration). Im Mund wird Rein-Titan mit einem Reinheitsgrad von 99,9% eingesetzt, was für den Organismus besonders verträglich ist.

Falls Sie nicht auf Titan zurückgreifen können oder möchten, bieten Implantate aus hochfester Keramik eine vollständig metallfreie und ästhetische Alternative. Einmal eingesetzt, scheinen die elfenbeinfarbenen Elemente nicht durch das Zahnfleisch hindurch. Das ist jedoch nicht ihr einziger Vorteil: Erfahrungen zeigen, dass sich das Zahnfleisch gut an die Keramik anlagert. Allergien und Unverträglichkeiten sind nicht bekannt, da Keramik keine Partikel an das Gewebe abgibt. Da Keramikimplantate erst seit einigen Jahren in der Implantologie eingesetzt werden, ist ihre langfristige Haltbarkeit noch nicht sicher erwiesen. Die Einheilzeit ist länger und die Belastbarkeit ist anfangs nicht gegeben.

Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl des richtigen Implantats und bieten Ihnen auf Wunsch gerne einen Verträglichkeitstest an. Im PraxisZentrum Büdingen verwenden wir ausschließlich klinisch bewährte und wissenschaftlich dokumentierte Implantatsysteme. Alle Komponenten werden unter strengen Kontrollen hergestellt. Sie erfüllen die Anforderungen des Medizinproduktgesetzes und der geltenden EU-Richtlinie für Medizinprodukte sowie die strengen Auflagen in den USA.

Was spricht für ein Implantat?

Auf diese Zähne können Sie sich verlassen! Implantate bieten Ihnen definitiv mehr Lebensqualität. Sie schenken Ihnen Selbstvertrauen und unterstützen eine klare Aussprache. Sie können unbeschwert lachen, ohne in peinliche Situationen zu geraten, fest zubeißen, leidenschaftlich küssen und sich über schöne Fotos freuen. In Kooperation mit Ihrem Zahnarzt und einem Zahntechniker sind ästhetisch sehr schöne Ergebnisse möglich.

Die störende Gaumenplatte von Prothesen gehört der Vergangenheit an. Reinigung und Pflege sind einfach, wie bei Ihren natürlichen Zähnen. Ihr Alter spielt übrigens keine Rolle. Im Gegenteil, unsere Erfahrungen zeigen, dass Patienten im höheren Lebensalter den Komfort einer Versorgung mit Implantaten ganz besonders schätzen.

Wann empfiehlt sich ein Implantat?

Beispiele für eine Indikation sind:

  • Ein Implantat ist eine Alternative zur Zahnbrücke. Der fehlende Zahn wird ersetzt, ohne gesunde Zähne links und rechts zu beschleifen und mit Kronen zu versorgen.

  • Ein einzelner Zahn, der als Anker für eine Brücke oder Prothese dient, kann durch ein Implantat ersetzt werden.

  • Eine Lücke über mehrere Zähne kann mit Implantaten geschlossen und einzelnen Kronen versorgt werden. Die Einzelzahnversorgung bewährt sich, wenn später Karies auftreten sollten. Eine Brücke müsste komplett abgenommen oder durchbohrt werden, um den betroffenen Zahn  zu behandeln.

  • Bei einem zahnlosen Kiefer kann mit „Mini-Implantaten“ eine herausnehmbare Prothese stabilisiert werden.

  • Verkürzte Zahnreihen können mit Implantaten vervollständigt werden.

  • Im Oberkiefer können Implantate eine herausnehmbare Prothese ohne störende Gaumenplatte ermöglichen.

Was passiert bei einem Knochenaufbau (Augmentation)?

Ähnlich wie ein Muskel, der sich zurückbildet, wenn er länger nicht trainiert wird, kann sich der Kieferknochen zurückbilden, wenn er altersbedingt oder durch länger fehlende Zähne weniger beansprucht wird. Damit Ihr Implantat in dieser Situation den nötigen Halt finden kann, muss der Knochen vor der Implantation aufgebaut werden. Dafür gibt es verschiedene Verfahren, je nachdem, ob es sich um den Ober- oder den Unterkiefer handelt, ob es an Höhe oder Breite fehlt, der Kieferkamm zu schmal oder der Knochenverlust bereits sehr stark ausgeprägt ist. Mit einem körpereigenen „Knochenbaustein“ können selbst ausgedehnte Defekte repariert werden.

In den meisten Fällen wird für den Aufbau entweder körpereigener Knochen, Knochenersatzmaterial oder eine Mischung aus beidem verwendet. In aufbereiteter Form wird das Material an Ihren vorhandenen Knochen angelagert und mit einer feinen Kollagen-Membran fixiert. Bedeckt von dieser Membran und Ihrer Mundschleimhaut kann sich der Knochen unter dieser Hülle ungestört entwickeln. Zusätzlich kann eine Eigenbluttherapie (die Heilung befördern. Je nach Indikation wird das Zahnimplantat entweder in einem Zuge mit dem Knochenaufbau oder nach einer mehrmonatigen Phase der Einheilung gesetzt werden. Der Knochenaufbau zählt zu den Standardeingriffen, die wir häufig im Zusammenhang mit einer Implantation durchführen. Wir behandeln Sie in Sedierung (Dämmerschlaf) oder Vollnarkose gemeinsam mit einem erfahrenen Anästhesisten. Der Eingriff ist für Sie völlig schmerzfrei. Und wenn das Implantat einmal im Kieferknochen sitzt, wirkt es dem Knochenabbau langfristig entgegen.

Was ist sonst noch zu beachten?

Das Knochenwachstum sollte abgeschlossen sein, das ist etwa ab dem 18. Lebensjahr der Fall. Bei Patienten, die an Osteoporose leiden und Bisphosphonat einnehmen ist im Vorfeld eine besondere Planung erforderlich. Eine bestehende Parodontitis muss vor der Implantation behandelt werden.

Was kostet ein Zahnimplantat?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem davon, ob ein Knochenaufbau erforderlich ist, welches Material Sie für Ihre Implantate wählen oder ob weitere Vorbehandlungen nötig sind. Als ersten Anhaltspunkt können Sie von Kosten zwischen 800 Euro und 2.400 Euro pro Implantat ausgehen. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich in der Regel nicht an den Kosten für Implantate. Wenn Sie privat versichert sind kommt es auf Ihren gewählten Tarif und die Erstattungsrichtlinien Ihrer Krankenkasse an. Die Beratung über die prothetische Versorgung und die damit verbundenen Kosten erfolgt durch Ihren Zahnarzt.

Wie läuft eine Implantation ab?

Digitale 3D-Diagnostik

Im ersten Termin besprechen wir Ihre Wünsche und analysieren die Ausgangssituation, besonders die Beschaffenheit des Kieferknochens, mittels unserer digitalen Volumentumographie (DVT). Wir fragen Sie nach eventuellen Vorerkrankungen und Allergien, der Einnahme von Medikamenten und aktuellen Beschwerden.

Beratung

Anhand der Befunde erörtern wir mit Ihnen die Möglichkeiten der Behandlung. Wir erklären Ihnen, wie wir in Ihrem speziellen Fall vorgehen würden. Wir besprechen mit Ihnen, ob ein Knochenaufbau (siehe unten) erforderlich ist und überlegen gemeinsam, welche Art der Narkose für Sie in Frage kommen könnte. Wir zeigen Ihnen Alternativen auf und suchen mit Ihnen gemeinsam nach einer Lösung, die Ihnen in Ihrer derzeitigen Lebenssituation am besten zusagt. Transparent informieren wir Sie über die Kosten, die auf Sie zukommen und gehen die einzelnen Positionen in Ruhe mit Ihnen durch. Es ist uns wichtig, dass Sie Ihre Entscheidung bewusst auf einer guten Grundlage treffen. Dafür nehmen wir uns Zeit. Selbstverständlich akzeptieren wir, wenn Sie eine zweite Meinung einholen wollen und unterstützen Ihr Anliegen.

Digitale 3D-Implantatplanung

Gut geplant ist halb gewonnen – das gilt ganz besonders für Ihre Implantate. Ihre MKG Büdingen setzt auf moderne digitale Technologie und bietet Ihnen die 3D-navigierte Planung Ihrer Zahnimplantation an. Zur Positionierung der Implantate setzen wir konsequent das sogenannte Backward-Planning ein. Dabei berücksichtigen wir von Anfang an Ihre spätere prothetische Versorgung und definieren ausgehend vom gewünschten Ergebnis „rückwärts“ die optimale Position des Implantats im Kiefer. Die Umsetzung der Planung erfolgt mittels einer individuell angefertigten Bohrschablone in Zusammenarbeit mit unserem Meisterlabor MydentLab.

Vorbehandlung

Vor der Behandlung wird Ihr Zahnarzt eventuell vorhandene Karies, eine Entzündung des Zahnfleisches oder eine Parodontitis behandeln. Ein provisorischer Zahnersatz wird angefertigt, damit Sie im Behandlungszeitraum ästhetisch und funktional adäquat versorgt sind. Je nach Indikation kann die zusätzliche Prophylaxe mit einem Antibiotikum nötig sein. Wenn die vorhandene Knochensubstanz im Ober- oder Unterkiefer nicht ausreicht, um dem Implantat ausreichend Halt zu geben, wird in einem ersten Behandlungsschritt in unserer Praxis der Kieferknochen wieder aufgebaut. So schaffen wir eine solide Basis für Ihr Implantat. Besteht nur ein kleiner Knochendefekt, kann das Implantat oft im gleichen Behandlungsschritt als Sofortimplantat eingesetzt werden.

Behandlung

Von allen Seiten so gut vorbereitet, ist Ihr OP-Termin eine entspannte Angelegenheit. Wir sind darauf spezialisiert, chirurgische Eingriffe feinfühlig und mikroinvasiv unterstützt von moderner Medizintechnik durchzuführen. Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie können Ihren Termin aber auch unbesorgt „verschlafen“.  Wir bieten Ihnen die Behandlung in Sedierung (Dämmerschlaf) oder in Vollnarkose mit einem erfahrenen Anästhesisten an. Nach dem Eingriff können Sie in Begleitung nach Hause fahren und sich in Ihren eigenen vier Wänden ausruhen.

Einheilung

Die sichere Einheilung der Implantate braucht ihre Zeit. In dieser Phase kommt es darauf an, das Implantat und den augmentierten Knochen vor starken Belastungen zu schützen und gleichzeitig Ihre Patienten ästhetisch adäquat zu versorgen. Von Anfang an beziehen wir die Überbrückungszeit in das implantologische Gesamtkonzept ein.

Jetzt kommt es darauf an, dass Sie den Heilungsprozess aktiv unterstützen. Sie können eine Menge dafür tun, dass Ihr Implantat schnell mit dem Knochen verwächst und belastbar ist. Unsere Verhaltenstipps für die Zeit nach dem Eingriff finden Sie hier . Nach etwa 3-6 Monaten haben sich die Implantate geschützt von der Mundschleimhaut fest im Kieferknochen etabliert. Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt setzt dem Ganzen die Krone auf: Nach Freilegung der Implantate wird der endgültig geplante Zahnersatz mit dem Implantat verbunden.

Was ist ein Sofortimplantat?

Ein plötzlicher Zahnverlust ist für die betroffene Person traumatisch, besonders dann, wenn es sich um einen Schneidezahn handelt. In vielen Fällen können wir im PraxisZentrum mit einem Sofortimplantat helfen.

Das Sofortimplantatverfahren beinhaltet die unmittelbare Platzierung von Implantaten direkt nach der Extraktion des natürlichen Zahns an der entsprechenden Stelle. Dabei wird die künstliche Zahnwurzel sofort in die leere Zahnlücke eingesetzt, um eine schnelle Verbindung mit dem Kiefer zu ermöglichen und sich innerhalb kurzer Zeit mit dem Zahnfleisch zu umgeben. Es ist jedoch zu beachten, dass Sofortimplantate nicht immer sofort belastet werden können.

Für Patienten bietet die sofortige Implantation einen wichtigen Vorteil: Abhängig von der Heilungsgeschwindigkeit besteht die Möglichkeit, die künstliche Wurzel bereits nach zwei bis drei Monaten endgültig zu überkronen. Dadurch können sie schon bald nach der Behandlung wieder mit einem strahlenden Lächeln auftreten.

Wie sieht meine provisorische Versorgung aus?

Ein Provisorium muss nicht unbedingt herausnehmbar sein.

Standardmäßig versorgen wir unsere Patienten mit Interimsprothesen aus Valplast. Diese Form des Zahnersatzes wird gefräst und überzeugt durch hohe Passung und hohen Tragekomfort. Besonders nach Knochenaufbauten ist die schnelle Fertigung solcher Prothesen empfehlenswert. Eine gaumenbedeckende Zwischenlösung kann somit häufig vermieden werden. Sie profitieren von einem sicheren und schaukelfreien provisorischen Zahnersatz während der Einheilphase.

Sofortimplantate werden bereits intraoperativ gescannt und zeitnah mit einem Langzeitprovisorium versorgt. Neben dem Komfort im Alltag spielt diese Zwischenlösung eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Formgebung des Zahnfleisches. Es hilft dabei, das Zahnfleisch an Ort und Stelle zu halten und nach ästhetischen Gesichtspunkten auszuformen. Besonders bei einem Zahnverlust im Frontzahnbereich sind unsere Patienten für diese Art der Zwischenlösung äußerst dankbar.

Bei zahnlosen Patienten kann ein rein vom Kieferknochen getragener Zahnersatz durch Schaukelbewegungen und Druck während der Abheilungsphase zu Schäden an Knochen und Implantaten führen. Hier bieten wir unseren Patienten eine besonders komfortable Lösung an: ein festsitzendes Provisorium auf 4 temporären Hilfsimplantaten. Auf diese Weise werden die definitiven Implantate vor verfrühter Belastung geschützt und können unter dem Provisorium sicher in den augmentierten Knochen einheilen.

Hilfsimplantate können bereits im Rahmen einer Totalsanierung inseriert und kurz vor Einsetzen der definitiven Prothetik problemlos wieder entfernt werden.

Wie profitiere ich von der PRF-Eigenbluttherapie?

Insbesondere nach großen Augmentationen ist ein sicherer plastischer Wundverschluss und eine schnelle Wundheilung zur Vermeidung von bakteriellen Infektionen anzustreben.
Mit diesem Ziel kombinieren wir die augmentativen Verfahren standardmäßig mit der
PRF-Therapie, der sogenannten Eigenbluttherapie.

Der Knochenaufbau wird mit Membranen aus körpereigenem Blutplasma, reich an Thrombozyten, Fibrin und Wachstumsfaktoren vor Wundverschluss abgedeckt. Die Wunde wird somit zusätzlich noch einmal von innen "verschweißt". Das hindert Bakterien am Eindringen und beschleunigt evidenzbasiert die Wundheilung rasant. Zusätzlich kommt es zu einer deutlichen Schmerzminderung, so dass selbst nach umfangreichen OPs meist nur ein bis zwei Tabletten Paracetamol zur Schmerzkontrolle in der Abheilungsphase ausreichend sind.

Das Verfahren kommt in unserem Zentrum auch bei der Entfernung von Weisheitszähnen, insbesondere im Unterkiefer zur Anwendung. Hierbei zeigt sich erfahrungsgemäß ebenfalls eine deutliche Minderung der Schmerzen und der Schwellungen. Es kommt signifikant seltener zu Wundinfektionen, so dass auf eine orale Einnahme von Antibiotika weitestgehend verzichtet werden kann.

Was versteht man unter der Schalentechnik?

Die Schalentechnik ist eines der Verfahren, das wir in unserem Zentrum regelmäßig anwenden. Selbst ausgedehnte Knochendefekte können mit dieser Methode erfolgreich und mit hoher Vorhersagbarkeit rekonstruiert werden. Hochatrophierte Kiefer lassen sich somit ambulant und ohne Einsatz von Beckenknochen oder Knochen aus der Kalotte regenerieren.

Für den Aufbau verwenden wir Eigenknochen aus geeigneten Bereichen des Unter- oder Oberkiefers. Aus dem Spenderknochen gewinnen wir Knochenspäne und schlanke Knochenblättchen individueller Größe und Form. Im Kiefer fixiert dienen diese Blättchen als Schalen, um die körpereigenen Knochenspäne als Füllmaterial bis zum Einheilen in den Knochen in Form halten. Am Ort der Knochenentnahme bildet sich nach und nach neues Knochengewebe, das die Wunde vollständig schließt.

Ergänzend kann eine Eigenbluttherapie (PRF, Platelet Rich Fibrin) in die Augmentation integriert werden und die körper­eigene Wund­heilung be­schleunigen (siehe separates Kapitel).

Je nach Situation setzen wir weitere augmentative Techniken ein, wie beispielsweise den internen oder externen Sinuslift, Bone-Spreading, Socket-Preservation sowie GBR-Techniken, z. B. mit titanverstärkten Membranen. Die Auswahl des am besten geeigneten Verfahrens erfolgt individuell und unter Berücksichtigung Ihres medizinischen Gesamtzustands sowie Ihrer persönlichen Wünsche.

Was tun bei einer Entzündung des Implantats (Periimplantitis)?

Die Periimplantitis stellt wie die Parodontitis eine multifaktorielle Erkrankung dar.
Einige der Erkrankung zugrunde liegenden Faktoren lassen sich im Vorfeld vermeiden, oder im Fall des Auftretens der Erkrankung bis zu einem gewissen Grad korrigieren.

Im PraxisZentrum Büdingen können wir Ihnen helfen, wenn sich ein Implantat entzündet haben sollte. Mit hoher Evidenz haben sich in den letzten beiden Jahren zwei Verfahren zur Behandlung einer Periimplantitis herauskristallisiert:

1.     Die Implantoplastik ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das entzündliche Gewebe um das Implantat entfernt, die Implantat-Oberfläche gereinigt und freiliegende Implantat-Windungen sowohl in ihrer Mikro- als auch Makrostruktur geglättet werden.

2.     Bei mehrwandigen Knochendefekten wenden wir ein regeneratives Verfahren an. Die Implantat-Oberflächen werden mechanisch und chemisch gereinigt. Das Granulationsgewebe wird entfernt. Anschließend erfolgt die Augmentation mit einem plasmastabilisierten Knochenaufbau.

Zusätzlich legen wir großen Wert auf konsequentes Weichgewebemanagement. In 80 % der Fälle können durch diese Therapien sehr gute Ergebnisse erzielt werden, während in 20 % der Fälle die Ergebnisse gut genug sind, um zumindest einen Behandlungsversuch zu unternehmen.

Besondere Schwerpunkte der Implantologie im PraxisZentrum Büdingen